7/27/2016

Blogtour zu 'Die Legende von Oasis'



Ozeanologie für Dummies – oder: wie mein Roman entstand – Teil 2   
Hier geht's vorab zu allgemeinen Infos über das Buch und zu der Rezension.


Einführung
Der Ozean ist eine wunderbare Welt, und es ist so schwer, dorthin zu kommen. Ein unzugänglicher Ort, wohin niemand jemals gehen wird. Ich hege einen kaum zu stillenden Wissensdurst und eine unerschöpfliche Faszination für die Ozeane und alles, was damit zu tun hat. Deshalb habe ich „Die Legende von Oasis“ geschrieben: um wenigstens in meiner Fantasy in diese unergründlichen Tiefen zu tauchen und den Leser dabei mit auf eine ganz besondere Reise zu nehmen.
Auf dieser Blogtour stelle ich euch die Elemente vor, die mich zu den einzelnen Kapiteln und Szenen inspiriert haben.

Viel Spaß und eine lehrreiche Zeit wünscht euch Janine Tollot!
Schauplätze in Oasis: 

1. Antinas - Ein tropisches Korallenriff
Ein Riff entsteht während Jahrhunderten aus den Skeletten von Steinkorallen. Sie gehen eine Symbiose mit einer einzelligen Alge ein, die Zooxanthelle. Die Polypen der Korallen und die Zooxanthelle brauchen zum Wachsen die Fotosynthese. Deswegen wachsen sie nicht tiefer als etwa fünfzig Meter. Wenn ich mir eine Koralle ansehe, dann frage ich mich: Ist das ein Tier, eine Pflanze oder bloß ein Stein? Obwohl diese emsigen Erbauer keine Arme, Beine und kein Gesicht haben, sind sie als Tiere eingestuft worden. Sie gehören zu den Nesseltieren, zu denen auch die Quallen und Seeanemone zählen.





2. Xelantra - Ein Tiefwasserriff
Diese Riffe wachsen zu tief, als dass sie die Sonne als primäre Lichtquelle zum Wachstum nutzen können, wie ihre Verwandten weiter oben. Stattdessen nehmen sie sich ihre Nährstoffe aus dem Wasser. Diese Riffe befinden sich in zweihundert bis tausend Metern Tiefe. Dort ist das Leben karg und deshalb wachsen diese Korallen sehr langsam. Auch hier wachsen Steinkorallen, genau genommen die Art Lophelia Pertusa. Diese ist nicht so farbenfroh wie die tropischen Korallenarten. Leider werden noch immer viele Tiefseeriffe von den Grundschleppnetzen von Fischerbooten zerstört.
In „Die Legende von Oasis“ wird das Tiefwasserriff Xelantra jedoch von einer riesigen Lawine aus Sediment zerstört. 
 

3. Namar - Das Blaue Loch
Es gibt auch auf unserer Erde ein Ort, der „The Great Blue Hole“ genannt wird und dieser hat mich zu diesem Schauplatz inspiriert. Das Loch  befindet sich vor der Küste des mittelamerikanischen Staates Belize und es gilt als eines der besten Tauchgebiete der Welt. Das Loch mitten im Ozean ist eine dunkelblaue, fast kreisrunde Fläche mit einem Durchmesser von 3`000 Metern und es reicht 125 Meter tief. Es entstand in der letzten Eiszeit, und weil damals die Erde viel kälter war als heute, haben die Gletscher viel mehr Wasser gebunden. Diese Stelle lag also einst trocken und war eine Tropfsteinhöhle (noch heute kann man die Stalagmiten und Stalaktiten bei einem Tauchgang sehen) Dann, als der Meeresspiegel zu steigen begann, wurden die unterirdischen Höhlensysteme geflutet.
Die Orkusianerin Alessa regiert in dem Königreich Namar und ihr gelingt der erste Sieg im Krieg der Terraner. 
Hier geht's zu einem Bild des blauen Loches!

 

4. Earora – Ein Riff wie aus der Kreidezeit
Könnten wir in die Zeit zurückreisen und einen Tauchgang in einem Riff in der Kreidezeit unternehmen, so würden wir ganz andersartige Lebewesen sichten als wir das heute tun. Ich will jetzt hier nicht mit langen, verwirrenden, lateinischen Namen von Flora und Fauna langweilen, aber wie ein solches Riff es in Oasis geschafft hat, zu bestehen, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest ;-) Doch noch etwas Anderes hat mich zu dem Kapitel von Earora inspiriert: Die Insel Surtsey. Das ist eine vulkanische Insel nicht weit von der Küste Islands. Sie bildete sich während eines submarinen Vulkanausbruchs, etwa 130 Meter unter dem Meeresspiegel. Surtsey erschien im November 1963 erstmals über der Wasseroberfläche. Drei Jahre lang dauerte der Ausbruch und die Insel wuchs auf eine Fläche von 1.4 Quatratilometern heran. Seitdem schrumpft die Insel auch schon wieder, weil die Erosion durch Wellen an ihrem Gestein nagt.

Die Kreidezeit fasziniert mich total mit ihrem warmen Klima, den Dinosauriern und all den anderen sonderbaren Tieren und Pflanzen. Links ist dazu ein Bild, wie die Erde zur Kreidezeit ausgesehen haben muss.


 
     5. Fornoch – Ein submariner, erloschener Vulkan
Fornoch ist eines der sechs Königreiche, jedoch ist in dem Buch nur ein paar Mal die Rede davon. Szenen an diesem Schauplatz gibt es nicht. Dennoch gibt es ein paar interessante Fakten über submarine Vulkane zu erfahren: Im Meer gibt es weitaus mehr aktive Vulkane als an Land. Hier sind es etwa 1900. Die Anzahl im Meer kann nur geschätzt werden, weil sehr viele Teile noch unerforscht sind, aber Forscher sprechen von etwa 1`000`000 Unterwasser-Vulkanen. Davon befinden sich die meisten entlang des mittelozeanischen Rückens.
Den submarinen Vulkan Marsili während einer Eruption könnt ihr hier sehen.





                       6. Noliramis – Ein Wald unter Wasser
Kelpwälder (auch Tang- oder Algenwälder genannt) wachsen in kühlen, gemäßigten Meeren und gehören zu den produktivsten marinen Ökosystemen der Welt. Der sogenannte Riesenkelp kann so hoch wie die Mammutbäume werden. Viele Organismen nutzen das reiche Angebot an Nahrung und Schutz. In den besonders dichten Kelpwäldern vor der kalifornischen Küste leben auf jedem Quadratkilometer geschätzte 50`000 Tiere.
Die Orkusianerin Flinke Flosse ist die Königin von Noliramis, doch wie das Königreich von Xeo, bleibt auch das ihre nicht von Estes Rachefeldzug verschont.


7. Ortis – Das Eismeer im Süden – oder: die Antarktis
Die Antarktis birg die größte Eiswüste der Welt. Und dank ihrer Unwirtlichkeit blieb sie von den Kolonialisierungen des 19. und 20. Jahrhunderts verschont. Noch heute versuchen wir, die Antarktis als ein von Menschenhand unberührter Ort zu lassen. Aber der Tourismus hat mittlerweile auch dort seinen Einzug gefunden. Jachtreisen, Fischerei, Land-überflüge, Bergsteigen, Versorgungs- und Inspektionsfahrten etc. Doch glücklicherweise gibt es den Antarktisvertrag, der 1961 in Kraft getreten ist. Darin einigen sich diejenigen Staaten, die Ansprüche in der Antarktis haben, ihre Gebietsansprüche nicht für militärische oder wirtschaftliche Interessen zu nutzen, sondern sie stattdessen mit den anderen beteiligten Staaten für Forschung und Wissenschaft zu besuchen und zu besiedeln.
Im südlichen Eismeer von Oasis findet die letzte große Schlacht statt. Viele Wale kommen den Orkusianern zur Rettung und die Ereignisse überstürzen sich. 



         8. Hydrothermale Quellen
Auf ihrer Reise durchs Meer müssen sich Brielle und ihre Gefährten durch eine hydrothermale Quelle kämpfen – auch schwarze Raucher oder Schlote genannt. Das sind schlanke, meterhohe Gesteinssäulen, die schwarzer Rauch ausspeihen. Dieser Rauch ist eigentlich kein richtiger Rauch, sondern heißes Eisensulfid, das sich mit Wasser vermischt. Der höchste Raucher, den man je entdeckt hat, war 16 Stockwerke hoch!
Diese Quellen sind das einzige Ökosystem der Erde, das seine Energie nicht aus der Photosynthese (also aus dem Sonnenlicht) bezieht, sondern aus der Chemosynthese. Wenn Wasser durch die Risse in der aufreißenden Kruste des Meeresbodens sickert, wird Sulfat freigelassen und dieses verwandelt sich mit dem heißen Vulkangestein zu Wasserstoffsulfid – eine hochgiftige Chemikalie. Und trotzdem: Selbst in diesen lebenswidrigen Umständen findet man Leben in Hülle und Fülle. Am meisten sieht man die Röhrenwürmer, welche nahe den Schloten die dichteste Biomasse der Welt bilden. Aber! Diese Organismen haben keinen Mund und keinen Darm. Es handelt sich hierbei um einen völlig neuen Organismus. Und Forscher haben dort 30 cm große Muscheln gefunden, die etwa 100 Jahre alt waren!





 9. Willkommen im Gruselkabinett – Die Tiefsee
Bereits in 700 Metern Tiefe herrscht in den Ozeanen totale Finsternis. Ein Druck von Tausenden von Tonnen herrscht dort und das Leben hat absonderliche Formen angenommen. In diesen Tiefen sind viele Lebewesen mit Leuchtorganen ausgestattet. Diese dienen den Jägern dazu, Beute anzulocken; und den Gejagten dienen sie dazu, ihre Verfolger zu verwirren oder zu blenden. Oder die Tiere haben riesige Augen, die auch nur den kleinsten Lichtschimmer wahrnehmen können. Oder es gibt Wesen, die keine Lichtsinnesorgane besitzen, sondern hochempfindliche, antennenähnliche Tastorgane. Die Tiere können dem Druck standhalten, weil ihre Körperflüssigkeit unter dem gleichen Druck steht wie das Wasser. Das Leben in diesen Tiefen ist karg und so sind die Tiere entweder Restefresser, oder Beute, oder Beutejäger. 
Auf dem Bild sieht man, wie ein Vipernfisch nach seiner Beute schnappt.


 Die obigen Bilder sind alle von Pixabay entnommen.


Und hier kommt nun das Gewinnspiel!
Zu gewinnen gibt es je ein Taschenbuch von „Die Legende von Oasis“ pro Blog-Beitrag. Was du dafür tun musst: Bitte kommentiere diesen Beitrag, egal ob kurz oder lang, und beantworte folgende Frage: Wenn du eine Fischflosse hättest und du wie die Orkusianer in allen Bereichen des Meeres schwimmen könntest, wohin würdest du als erstes abtauchen?


Teilnahmebedingungen:
  • Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich. Falls du unter 18 Jahre alt bist, musst du dir die Erlaubnis des Erziehungsberechtigten einholen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne
  • Als Teilnehmer am Gewinnspiel erklärst du dich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin im Gewinnfall übersendet werden darf und dein Name als Gewinner bekannt gegeben wird.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedenen Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel endet am 29.07.16 um 23:59 Uhr


Weitere Stationen:
Dies ist natürlich nicht der einzige Blog, auf dem das Buch vorgestellt wird. 

Montag, 25.07.16 Interview mit der Autorin bei wildbookheart.blogspot.de 

Dienstag, 26.07.16 Ozeanologie für Dummies – oder: wie mein Roman entstand. Teil 1 „Die animalischen Protagonisten von Oasis“ bei Letannas Bücherblog 

Mittwoch, 27.07.16 Ozeanologie für Dummies – oder: wie mein Roman entstand. Teil 2 „Die Schauplätze von Oasis“ bei mir  (http://mybookishdream.blogspot.de/

Donnerstag, 28.07.16 Ozeanologie für Dummies – oder: wie mein Roman entstand. Teil 3 „Interessante Fakten der Meere“  bei empokmaren.wordpress.com 

Freitag, 29.07.16 Die Figuren in „Die Legende von Oasis“ bei  fantworld-buch.jimdo.com
 


11 comments:

  1. Guten Morgen,

    vielen Dank für diese tolle Vorstellung ♥
    Ich würde in die Arktis :) Es ist zwar kalt dort, aber ich möchte da so sowieso schon gern mal hin. Ich würde dann Pinguine und andere Tiere aus der Arktis beim Schwimmen beobachten :D

    Liebe Grüße
    Charleen

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  2. Guten morgen mein erster weg wäre Atlantis und seine Geheimnisse LG julia

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  3. Guten Morgen,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag über die Schauplätze im Buch, die
    Ich hab mich sofort in das tropische Korallenriff verliebt und würde daher auch dort zuerst abtauchen(im Buch wäre das dann also Antinas). Es sieht so farbenfroh, magisch und anders als so manch andere der vorgestellten Orte total lebendig aus. Als wäre das Leben dort so unbeschwert. Es macht mir schon Spaß das Bild anzugucken, ich würde mich dort also sicherlich auf Anhieb wohlfühlen. Ausserdem kann ich mir auch vorstellen, dass die Vielfalt der Meerestiere dort genauso groß wie die Farbvielfalt der Korallen ist, man hätte dort also immer etwas neues zu entdecken. (Hätte ich eine Fischflosse, würde ich versuchen überall mal hinzukommen, meine erste Wahl wäre aber wirklich so ein Riff).
    LG und einen schönen Mittwoch
    -Sarah

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  4. da ich die tropischen Korallenriffe schon immer so faszinierend finde würde ich glatt dahin mal abtauchen und mich von den Farspiel beeindrucken lassen!
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  5. Hallo,
    danke für den Beitrag und die schönen Fotos. Ich würde mir alle tollen Korallenriffe der Welt anschauen wollen. Ich liebe die Unterwasserwelt und diese wunderschöne Farbenpracht.
    LG
    Anni

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  6. Ich würde dann als erstes zu einem Korallenriff tauchen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  7. Korallenriff - dort würde ich anfangen und dann noch viel viel viel mehr :D

    Alles Liebe
    Nadine

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  8. Ähm, das weiß ich nicht so genau. Ich würde auf jeden Fall ein schönes Korallenriffe sehen wollen, fände aber auch ein altes Schiffswrack reizvoll.
    LG Jessy

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  9. This comment has been removed by the author.

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  10. gibt es denn schon den gewinner hier von diesem Blog?? LG Jenny

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    1. Ja, ich habe den Gewinner bereits ausgelost. Bin nur noch mit der Autorin am schreiben, ob ich dem Gewinner bescheid gebe oder sie :) Aber ich denke ich erstelle nachher einen neuen Blogpost, in dem ich den Gewinner dann bekannt gebe.

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